Das Sandstrahlen
Von kurpfalz.net Redaktion | 9. Juni 2009 | Kategorie: TechnikDas Sandstrahlen ist eine Art der Oberflächenbehandlung, bei der verschiedenste Schleifpartikel mit Hochdruck auf das zu bearbeitende Werkstück geschossen werden. Es zählt zu den Schleifverfahren mit einer geometrisch unbestimmten Schneide, da die Form der Schleifpartikel nicht geometrisch genormt ist.
Als Schleifmittel können bei diesem Verfahren verschiedene Sandarten, Granulate oder auch Korund verwendet werden. Die Auswahl richtet sich hier nach dem Werkstoff, welcher bearbeitet werden soll und nach der zu erzeugenden Oberflächenqualität. Die durch das Sandstrahlen erzeugte Oberfläche kann, je nach Bedarf, Oberflächenrauheiten von nur wenigen Mikrometern besitzen. Außerdem kann das Sandstrahlverfahren genutzt werden um Werkstücke von verschiedensten Lacken, Korrosion oder auch Grat zu befreien, ohne dabei das eigentliche Werkstück zu beschädigen.
Die Schleifmittel können mittels eines speziellen Gebläses oder eines Schleuderrades auf die Werkstückoberfläche gespritzt werden. Der Druck kann dabei variieren und richtet sich nach dem zu bearbeitenden Material und der gewünschten Oberflächenqualität. Besonders häufig findet das Sandstrahlen Anwendung in der Metallindustrie, um an Werkstücken besonders hochwertige Oberflächen zu erzeugen. Hier eignet sich das Sandstrahlen nur zum Bearbeiten von geraden Flächen, da der Sandstrahl nur in einer Richtung wirken kann. Bohrungen zum Beispiel lassen sich auch durch das Sandstrahlen veredeln, jedoch wird die Maßhaltigkeit der Bohrung wesentlich geringer. Auch das Bearbeiten von verschiedenen Steinarten, zum Beispiel in Form von einer Statue, ist durch das Sandstrahlen möglich (fdm).