Baby-Ernährung in den ersten 12 Monaten
Von kurpfalz.net Redaktion | 28. November 2010 | Kategorie: GesundheitDirekt nach der Geburt benötigen Babys flüssige Nahrung, da ihr Darm mit der Verdauung fester Bestandteile noch überfordert wäre. Die natürliche Ernährung ist zunächst das Füttern beziehungsweise Stillen mit Muttermilch. Diese kann bis zum sechsten Monat den Bedarf des Babys decken – mit einigen Ausnahmen besonders hungriger Individuen, die schon früher nicht mehr satt werden und daher nach sättigenderer Beikost verlangen. Steht keine Muttermilch zur Verfügung, kann auf Milchnahrung in Pulverform ausgewichen werden. Die Anbieter dieser Babynahrung werben damit, dass diese inhaltlich der Muttermilch in Nichts nachstünde und einen vollwertigen Ersatz darstelle. Für allergiegefährdete Babys wird zusätzlich die sogenannte HA-Milch angeboten, deren Eiweißstruktur eine geringere Allergie auslösende Wirkung verspricht.
Generell kann man, je nach Appetit des Babys, ab dem vierten bis sechsten Monat mit dem Zufüttern beginnen. Häufig ist der erste Brei ein Möhrenbrei, der die Milchmahlzeit ergänzen und mit der Zeit ersetzen soll. Dieser Brei kann problemlos selbst gekocht oder fertig aus dem Gläschen gefüttert werden. Stück für Stück werden dann in den nächsten Monaten weitere Gemüsesorten und der Milch-Getreide-Brei in den Speiseplan aufgenommen. Parallel dazu darf sich die Konsistenz des Breis von anfangs vollkommen glatt püriert und fast flüssig hin zu breiartig und mit kleineren, weichen Stückchen verändern. Diese schrittweise Erweiterung zielt darauf ab, zum einen das Verdauungssystem langsam an neue Anforderungen zu gewöhnen und zum anderen eventuelle Unverträglichkeiten sofort zu entdecken.
Alle diese Breie können selbst gemacht oder fertig gekauft sein, dabei muss bei selbst gekochtem Brei noch etwas hochwertiges Öl als Quelle für lebenswichtige Fettsäuren hinzugefügt werden. Zur Auffüllung des kindlichen Eisenspeichers kann man den Gemüsebrei auch noch mit etwas Fleisch ergänzen, beziehungsweise Gemüse-Fleisch-Brei kaufen.
Mit zunehmendem Alter darf der Brei nicht nur grober werden, die Baby-Nahrung wird generell immer weiter dem Essen der “Großen“ angeglichen. Mit zwölf Monaten kann ein Baby dann die meisten normalen Mahlzeiten schon mitessen, sofern sie nicht zu kräftig gewürzt, stark gesalzen oder kompliziert zu essen sind. Allerdings bevorzugen viele Kinder bis ins zweite Lebensjahr hinein noch eine breiähnliche Konsistenz der Nahrung, möchten also die Bestandteile der Mahlzeit zerkleinert und gequetscht bekommen.

Babyernährung: Mutter gibt Säugling die Brust © Nick Freund - Fotolia